Samstag, 16. Januar 2010 | 21:00 Uhr

Maximilian Hecker
Eintritt: >> Vorverkauf : € 10,- / >> Abendkasse: € 12,-
Nach einer langen Reise findet
Berlin Mittes Lieblingsadoptivsohn Maximilian Hecker wieder
nach Hause. Im Gepäck hat er eine neue Platte, sein fünftes
Studioalbum namens “One
Day”. Wo in aller Welt hat Maximilian Hecker sich herumgetrieben?
In Asien. Seine ganz
persönliche Interpretation von “Big in Japan” wurde “Big
in Taiwan, China and Korea”. Das
mag zunächst seltsam klingen, ergibt allerdings ziemlich viel Sinn.
Heckers Pop zeichnet sich
durch zwei konstante Komponenten aus: eine musikalisch starke Nähe
zu britischer Musik
wie Radiohead oder Oasis und eine textliche Nähe zur deutschen Romantischen
Moderne.
Diese Kombination fiel und fällt im traditionell und kulturell sentimentalen
Asien auf
ausgesprochen fruchtbaren Boden.
Die Lieder, die von der Sehnsucht nach Reinheit und Gutsein zum einen
und vom Hang zur
Dunkelheit und zum Tod zum anderen handeln, und deren Hooklines sich gleichzeitig
tief im
Ohr festsetzen, brachten Hecker Plattenverträge in Taiwan, China,
Hong Kong und Südkorea
ein. Dieser Tage reihen sich die Fans in lange Warteschlangen, um Hecker
singen zu hören.
Vielleicht ist mancher geneigt zu sagen: Der Schmusesänger aus Berlin
ist zurück.“ Die
Frage, mit welcher Absicht Maximilian Hecker die Musik macht, die er macht,
kann er
erstaunlich einfach beantworten: “Ich komme aus Bünde, und
genauso fühle ich mich
auch. Ich habe einen Stock im Arsch. Meine Musik ist das exakte Gegenteil
von
Bünde; Enge wird zu Weite, Depression zu Größenwahn.”
Hecker vertont intensive
Gefühle, an denen es ihm im Alltagsleben ermangelt. “Leidensgenossen
schneiden sich in
den Arm, um etwas zu fühlen - ich mache Musik.”
Maximilian Hecker gestaltete bisher seine Platten selbst - vom Songwriting
über die
Aufnahme bis zur Konzeption der Coverdesigns. “One Day” markiert
zumindest bezüglich
des Aufnahmeprozesses eine gewisse Veränderung. Hecker bezog auf
dem von ihm und
seinem langjährigen kongenialen Partner Guy Sternberg produzierten
Album seine Band -
bestehend aus Johannes Feige an der Gitarre, Sebastian Vogel am Bass und
Snorre
Schwarz an den Drums - in 13 intensiven Probesessions in den Arrangement-
und in fünf
Aufnahme-Sessions in den gesamten Prozeß mit ein. Er hatte während
seiner Touren durch
Europa und Asien nicht nur die Freundschaft, sondern auch den kreativen
Input seiner Band
zu schätzen gelernt.
Von Ferne klingt auch auf “One Day” hin und wieder Oasis durch,
aber auch
Nick Drake, Richard Ashcroft, Legende Bob Dylan und Multitalent Ryan Adams
in
Country-Stimmung haben ihre Spuren hinterlassen. Der Romantischen Moderne
ist
Maximilian treu geblieben, schließlich ist Teil der Romantik das
künstlerische Experiment mit
dem eigenen Körper, dem eigenen Leben. Maximilian Hecker, der Reisende,
der
Überlebende, ist zurück, und er hat viel zu erzählen.
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